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Donnerstag, 23. Juli 2015

Annes Lesetipp

Meine Cousine Anne empfhielt:
Bonita Avenue  klick
Ihr Kommentar: spannende holländische Familien Saga. Allerdings: Den Schluss findet sie zu grausam.

Samstag, 18. Juli 2015

Trautes Lesetipp

Lesetipp meiner Freundin Traute aus Freiburg:
Der Trafikant, von Robert Seethaler klick
Ihr Kommentar:  Witzig , tolle Sprache.

Freitag, 17. Juli 2015

Lieblingslektüre: Feuerkraut, Gerda Lerner

17. Juli 2015

Eine spannende Autobiographie als Urlaubslektüre? Warum nicht?  "Feuerkraut" klick  z. B.
Gerda Lerner als Pionierin der Geschichte der anderen Hälfte der Menschheit, der Frauen. Als Jüdin und Widerstandskämpferin in die USA emigriert, liest sich ihr Leben spannender als ein Krimi.



Montag, 6. Juli 2015

Chimamanda Ngozi Adichie

Meine neue Lieblingsschriftstellerin heißt
Chimamanda Ngozi Adichie klick
So, das hab ich auswendig hingeschrieben. So toll finde ich sie, dass ich mir so einen komplizierten Namen gemerkt habe. Ha!!!

Mein Lieblingsbuch von ihr "Amerikanah"
klick
klick
Phantastisch! Eine junge Nigerianerin zieht in die USA  und findet heraus, dass sie schwarz ist. Klingt komisch, macht aber Sinn. Sie findet sich am Anfang nur sehr schwer zurecht, der Traum vom glamourösen Amerika zerplatzt wie eine Seifenblase.
Das Buch hat mehrere Literaturpreise gewonnen und ist besonders
bekannt geworden durch die Sängerin Beyoncé, die die umwerfende und sehr amüsante Rede "We should all be Feminists" Von Adichie, gehalten bei Tedx
klick

in ihrem Song "Flawless" zitiert hat.
Weitere beeindruckende Romane sind "Blauer Hibiskus" klick 
und "Die Hälfte der Sonne" klick
Viel Spaß bei der Lektüre!

Freitag, 3. Juli 2015

Griechenland Krimis

Die Ferienzeit hat begonnen. Ich war auf Lesbos im Juni. Dort hab ich mit Vergnügen folgende Krimis gelesen!




Alle schildern eine schöne Atmosphäre auf Inseln oder in Athen.

Petrus Markaris, Abrechnung. Ein Fall für Kostas Charitos
(klick)
Stella Bettermann, Griechischer Abschied
(klick)
Irene Dorfner, Hilferuf aus Griechenland
(klick)
"Abrechnung" spielt in dem fiktiven Fall, dass gerade die Drachme wieder eingeführt wurde und den daraus erwachsenen finanziellen Schwierigkeiten, aber auch neuer Solidarität. 
Viel Spaß bei der Lektüre!


Samstag, 2. November 2013

Kleidertanz, Neubearbeitung von "Schnittmuster" Band 1

Es ist da:
 Die Neubearbeitung  des Romans "Schnittmuster" in 2 Bänden. hier der Band 1 (veränderter Stil und teilweise Inhalt, aber immer noch anhand von Kleidungsstücken).



Probekapitel:

Die amerikanischen Nylonblusen 

 Der Postbote hat ein großes Paket gebracht, von den Verwandten aus Nordamerika, aus Minneapolis. Mutter und Tante Mathilde sind dabei, es auszupacken.
„Kathrin“, ruft Tante Mathilde, „schau mal, hier ist was für dich!“
Kathrin lugt neugierig um die Ecke. „Für mich? Was ist es denn?“
Mutter hält eine hellblaue Bluse hoch. „Die könnte dir doch passen.“
Hellblauer, weicher, schmiegsamer Nylonstoff mit Biesen, abgesteppten Minifalten, am Vorderteil, und einem Bubikragen. Kathrin läuft in ihr Zimmer, schlüpft in die Bluse und schaut sich prüfend im Spiegel an. Nicht schlecht, denkt sie und nickt dem Spiegelbild zu.
„Zeig dich mal!“, rufen die Damen. „Oh, die steht dir aber gut, besonders zu deinen schwarzen Haaren. Hübsch ist sie, mit den Biesen!“
Mutter und Tante Mathilde vertiefen sich in die anderen Kleidungsstücke. „Oh, schaut mal!“, ruft Mutter und zieht ein großes Oberteil aus dem Paket.
Es ist ein eleganter Umhang, bis über die Taille, ganz aus feinem Pelz.
„Das ist ja ganz was Besonderes, Lilli, den musst du ins Theater anziehen, in die Oper, da gehört der hin.“, schlägt Tante Mathilde vor.
Mutter steht verzückt vor dem Spiegel und kann es gar nicht fassen. Der Pelz ist glatt und langhaarig und schimmert seidig. Sie liest den beiliegenden Brief.
„Das ist Skunk, Stinktier!“ Ihr Ton schwankt zwischen Bewunderung und Erstaunen. „Wie schade, dass Anton nicht mit ins Theater geht, er liebt die Oper doch genauso wie ich.“
Sie schaut bekümmert drein.
„Dann gehst du eben mit deiner Freundin Charlotte“, entscheidet Tante Mathilde. „So kannst du dich auf jeden Fall sehen lassen!“
Sie kramt weiter im Karton. „Schau mal, Kathrin, hier ist noch mal die gleiche Bluse in rosa!“
Kathrin ist ganz versunken in die Bewunderung ihrer schönen Mutter in der Pelzjacke. Darin sieht sie ihrer Cousine, der Opernsängerin Anna Dura, so ähnlich.
Darauf ist Mutter schon angesprochen worden. „Sind Sie mit Anna Dura verwandt?“
„Das ist meine Cousine“, antwortet Mutter dann und errötet ein wenig.
Wenn Mutter mal ausgegangen ist, früher noch mit Vater, hat Kathrin sie bewundert in ihren schönen Kleidern, die auf Figur geschneidert waren, in Schwarz und Lila. Heute geht Mutter nur noch selten in Abendgarderobe aus. Vater möchte nicht ausgehen, es ist ihm zu mühsam mit Stock und Holzbein.
Aber er ermuntert Mutter ein Theaterabonnement zu buchen.
Kathrin wird von ihrem Spiegelbild erinnert, dass die rosa Bluse auch ganz hübsch aussieht. Das Spiegelbild freut sich und Kathrin steckt die Bluse in den Rock. „So was könnte ich gar nicht nähen,“ gesteht sie dem Spiegelbild.
Am Samstagabend ist Kathrin zu einer Party bei dem Sohn von Café Leysieffer eingeladen. In der Wohnung seiner Eltern gibt es eine Bar mit Barhockern. Kathrin hat ihr hellblaues Kleid angezogen und fremdelt ein bisschen. Ein großer junger Mann mit rotblonden Locken, einer eng sitzenden hellen Hose und einem offenen weißen Hemd setzt sich neben sie. Kein Spiegelbild weit und breit zu sehen. Der junge Gott nimmt sie kaum zur Kenntnis.
„Nicht mal ein Blick?“, fragt sie sich enttäuscht.
Das schreit nach Rache. Vor Schreck wirft Kathrin ihr Colaglas um, an das sie sich gerade noch klammern wollte.
Der junge Gott springt auf und versucht, die Cola von seiner Hose zu wischen. Dann verschwindet er auf die Toilette. Zumindest hat er sie jetzt bemerkt, denkt Kathrin, und als er zurückkommt, bietet sie ihm an, die Reinigung zu bezahlen. Er winkt großzügig ab. Nun ist aber das Eis gebrochen, sie unterhalten sich und scherzen miteinander.
Einen kleinen Moment blitzt etwas auf, und als Kathrin wieder bei sich ist, sieht sie ihr Spiegelbild, als Cupido verkleidet, in der Ecke sitzen, den gespannten Bogen direkt auf sie gerichtet. Im nächsten Augenblick ist der Pfeil verschwunden.

Buchillustration: Fotos: Charlotte March, genehmigt von Prof. Dr. H. Falckenberg



Minimode
Das Abikleid




Der lila Mantel

In allen Buchhandlungen sowie über das Internet erhältlich. Bis zum 20.November 2013 auch bei mir zum  Sonderpreis.




Dienstag, 9. Juli 2013

Abenteuer reisender Frauen, von Armin Strohmeyr, Piper Verlag





Bin total begeistert. Dieses Buch hat mir mein Sohn zum Geburtstag geschenkt und ich habe es peu à peu gelesen.
Unglaublich, was Frauen, schon seit dem 16. Jahrhundert, alles bereist haben, unter allerschwersten Bedingungen

Der Autor ist Armin Strohmeyr,  und hier gibt es Rezensionen und weitere Infos.

Sonntag, 24. Februar 2013

Die Kathrin wird Soldat

Als ich klein war, sprachen meine Eltern darüber, warum sie mich Anna-Katharina genannt hatten.
Ich war die Jüngste von fünf Geschwistern und als Einzige nach dem zweiten Weltkrieg geboren.
Sie erzählten mir, dass sie ein Buch gelesen hatten, das damals, neben "Im Westen nichts Neues"
von  Erich Maria Remarque, sehr populär war. Nämlich "Die Kathrin wird Soldat" von Adrienne Thomas Es gefiel ihnen so gut, dass sie mich mit zweitem Namen "Katharina" nannten.  Erst vor einiger Zeit hab ich mich daran erinnert und mal nach dem Titel gegoogelt.
Und siehe da, der Roman ist sogar verfilmt worden, es gab eine Fernsehserie in den Achtzigern und es gibt noch einige Exemplare des Buches.
Und eine recht aktuelle (2009) Rezension  in der FAZ
Damals hatte ich schon das Gefühl, dass mit meinem Namen ein positives Bild verbunden war. Meine Eltern erzählten davon mit leuchtenden Augen. Aber: eine Frau wird Soldat? Damit konnte ich nicht viel anfangen, besonders nicht, was meine Eltern sich dabei gedacht hatten. Mein Vater hatte ein recht konservatives Frauenbild (s. mein Roman "Schnittmuster" der Pariser Brief am Anfang, Prolog), meine Mutter träumte vielleicht von etwas Anderem als der Hausfrauenrolle, erfüllte sie aber.  Auf die Idee, sie nach den Zusammenhängen zu fragen, bin ich zu ihren Lebzeiten leider nicht gekommen.  
Ich bestell mir das Buch mal und werde dann darüber berichten. Bin sehr gespannt, welche Ideen, Erlebnisse und welches Frauenbild meine Eltern so bewogen haben, mich nach dieser "Kathrin"  zu benennen.
Nachtrag: 
Ich finde das Buch unbeschreiblich gut, spannend und faszinierend.
Zitat:
4. August 1914
...Und da sitzt mir nun dieser Leutnant Olbrich gegenüber, liebenswürdig, gut erzogen wie ein Franzose und sagt mit lächelnder Ruhe, Menschen tot zu schlagen sei wenig erfreulich.
Ein feiner ruhiger Privatmensch wird von seiner Frau und seinem Kind weg gerufen, geht mit schweigender Selbstverständlichkeit - er ist doch nicht feige und er liebt doch sein Vaterland - geht aber auch mit innerlichem Kopfschütteln - denn er liebt das Leben und seine Familie; und Menschen tot zu schlagen, ja, wie kommt er eigentlich dazu?"
Weitere Infos über Adrienne Thomas hier 
Danke, dass du bis hierhin gelesen hast! 

Montag, 14. Januar 2013

Gerda Lerner

 Liebe Besucher_innen, Herzlich Willkommen.

Gerade habe ich gelesen: Gerda Lerner, Feuerkraut.

   Gerda Lerner ist am 2. Januar 2013  92jährig gestorben. Das erfuhr ich über Facebook und der Edition fünf, einem Verlag, der vergessene Bücher von Frauen wieder neu auflegt, so wie es die Kore Edition  in den Achtziger und Neunziger Jahren getan hat. Leider weiß das heute noch kaum jemand, dass Traute Hensch diese Pionierarbeit geleistet hat. Da ich mich mit dem Thema Gender, dem sozialem Geschlecht, seit längerem beschäftige, bin ich gleich auf Gerda Lerner aufmerksam geworden und hab mir "Feuerkraut" auf meinen Kindle geladen. Seitdem bin ich total beeindruckt von der Geschichte dieser Frau, ihren Lebenseinstellungen und Erfahrungen, die sie besonders intensiv, finde ich, reflektiert hat. Ich habe mir gleich "Die Entstehung des Patriarchats" (nur noch gebraucht erhältlich) bestellt.
Besonders beindruckend finde ich aber auch die lebendige Schilderung ihres Lebens mit all ihren Zweifeln, ihrer Verzweiflung und starken Ängsten, aber auch Selbstbewusstsein und Mut, weiter zu leben, das Beste aus der Situation zu machen. Die zwiespältige Beziehung zu ihrer Mutter, der Malerin Ili Kronstein, die alle weiblichen Rollenverpflichtungen für sich abgelehnt und ihre künstlerisches Talent auch in schwierigsten Zeiten weiter entwickelt hat.
Faszinierende "Frauengeschichte", dazu ein großartiges Zeitgemälde aus weiblicher Sicht, sowohl in bezug auf die historischen, beängstigenden Ereignisse über viele Jahre hinweg als auch ein kulturelles Zeugnis der Zeit seit den zwanziger Jahren.  Hier kann man Gerda Lerner noch hören  und hier über sie lesen.


Bis bald!