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Dienstag, 9. Juli 2013

Abenteuer reisender Frauen, von Armin Strohmeyr, Piper Verlag





Bin total begeistert. Dieses Buch hat mir mein Sohn zum Geburtstag geschenkt und ich habe es peu à peu gelesen.
Unglaublich, was Frauen, schon seit dem 16. Jahrhundert, alles bereist haben, unter allerschwersten Bedingungen

Der Autor ist Armin Strohmeyr,  und hier gibt es Rezensionen und weitere Infos.

Montag, 8. April 2013

Reisen Sie ab, Mademoiselle, Adrienne Thomas

Ich lese wieder Adrienne Thomas. "Die Kathrin wird Soldat" hat mir unglaublich gut gefallen, so eine aufgeweckte, aufmüpfige junge Frau, die zwischen Liebe und Trauer und der Sinnlosigkeit der Politik hin-und hergeworfen wird,
aber immer ihren gesunden Menschenverstand behält. Sie bleibt "an der Front" d.h. arbeitet in Metz im Lazarett und versorgt die verwundeten Soldaten, die in großen Massen mit der Bahn ankommen.
"Reisen Sie ab, Mademoiselle", spielt in den Wirren vor und während des zweiten Weltkrieges, eine junge französische Tänzerin lebt erst in Wien und dann in Paris, wo sie erfolgreich wird und auch in Filmproduktionen mitspielt. Es ist großartig, wie sie in den Dialogen erzählt, wie die politischen Meinungen zum Teil von Größenwahn und Ängsten beherrscht werden. Von der Kunst, eine eigene Meinung zu bewahren, wenn viele dem Irrsinn nichts entgegenhalten können und wollen, selbst in Frankreich. Eine mutige und charakterstarke junge  Frau wird dargestellt, ein wunderbares Zeitzeugnis außerdem.
Neueste Ausgabe beim Fischer Verlag in der "Bibliothek der verbrannten Bücher" mit Vorwort von Peggy Parnass

Sonntag, 24. Februar 2013

Die Kathrin wird Soldat

Als ich klein war, sprachen meine Eltern darüber, warum sie mich Anna-Katharina genannt hatten.
Ich war die Jüngste von fünf Geschwistern und als Einzige nach dem zweiten Weltkrieg geboren.
Sie erzählten mir, dass sie ein Buch gelesen hatten, das damals, neben "Im Westen nichts Neues"
von  Erich Maria Remarque, sehr populär war. Nämlich "Die Kathrin wird Soldat" von Adrienne Thomas Es gefiel ihnen so gut, dass sie mich mit zweitem Namen "Katharina" nannten.  Erst vor einiger Zeit hab ich mich daran erinnert und mal nach dem Titel gegoogelt.
Und siehe da, der Roman ist sogar verfilmt worden, es gab eine Fernsehserie in den Achtzigern und es gibt noch einige Exemplare des Buches.
Und eine recht aktuelle (2009) Rezension  in der FAZ
Damals hatte ich schon das Gefühl, dass mit meinem Namen ein positives Bild verbunden war. Meine Eltern erzählten davon mit leuchtenden Augen. Aber: eine Frau wird Soldat? Damit konnte ich nicht viel anfangen, besonders nicht, was meine Eltern sich dabei gedacht hatten. Mein Vater hatte ein recht konservatives Frauenbild (s. mein Roman "Schnittmuster" der Pariser Brief am Anfang, Prolog), meine Mutter träumte vielleicht von etwas Anderem als der Hausfrauenrolle, erfüllte sie aber.  Auf die Idee, sie nach den Zusammenhängen zu fragen, bin ich zu ihren Lebzeiten leider nicht gekommen.  
Ich bestell mir das Buch mal und werde dann darüber berichten. Bin sehr gespannt, welche Ideen, Erlebnisse und welches Frauenbild meine Eltern so bewogen haben, mich nach dieser "Kathrin"  zu benennen.
Nachtrag: 
Ich finde das Buch unbeschreiblich gut, spannend und faszinierend.
Zitat:
4. August 1914
...Und da sitzt mir nun dieser Leutnant Olbrich gegenüber, liebenswürdig, gut erzogen wie ein Franzose und sagt mit lächelnder Ruhe, Menschen tot zu schlagen sei wenig erfreulich.
Ein feiner ruhiger Privatmensch wird von seiner Frau und seinem Kind weg gerufen, geht mit schweigender Selbstverständlichkeit - er ist doch nicht feige und er liebt doch sein Vaterland - geht aber auch mit innerlichem Kopfschütteln - denn er liebt das Leben und seine Familie; und Menschen tot zu schlagen, ja, wie kommt er eigentlich dazu?"
Weitere Infos über Adrienne Thomas hier 
Danke, dass du bis hierhin gelesen hast! 

Montag, 18. Februar 2013

HEW Hamburger Energie Wechsel Lesetage in Annassalong

Annassalong  macht mit bei den Anti Vattenfall Lesetagen   in Hamburg im April. Da lesen am Donnertag, den 18. April im Café Bey's in Ottensen zwei Autorinnen, und es gibt auch noch Musik von Singer Songwriterinnen, die Namen werden später verraten. Der Eintritt ist frei (Spende) Demnächst flattern einige Tausend Flyer über Hamburg. Seid gespannt, es lohnt sich, dabei zu sein. Zückt schon mal euren Kalender, mehr Infos hier
ich freu mich auf euch!
Anna

Dienstag, 5. Februar 2013

Annas Kindle " No time like the Present", Nadine Gordimer

 Teil 1
"Keine Zeit wie diese"
Zugegeben, ich quäle mich ein bisschen durch die englische Original  Version von
"Keine Zeit wie diese", so viele Anspielungen an die Geschichte und das Land gibt es, die ich nicht so richtig verstehe, aber weggelegt hab ich es nicht, und so langsam kriege ich auch 'ne Menge mit.
Mittelschicht in Johannesburg, die "Rainbow Nation" nach der Apartheid, schon alles sehr komplex.
Ich werde mich noch näher dazu äußern, wenn ich es ausgelesen habe. Erstmal ein paar Rezensionen
aus der New York Times  und vom Guardian  oder auf deutsch vom dradio.
Und noch eine wunderbare Ergänzung: Bericht einer Deutschen aus Kapstadt über ihre Hausangestellte, Edith . Sehr, sehr lesenswert!!!


Dienstag, 15. Januar 2013

Buchempfehlung: Wishcraft, Barbara Sher

 Von Annas Stapel



Dieses Buch hab ich mir gebraucht gekauft. Ich habs neulich in einem Blog entdeckt (dort auch ausführliche Infos), und gleich bestellt. Es ist eine wunderbare Unterstützung für die persönliche Entwicklung und die Entwicklung von Talenten und Fähigkeiten. Nachdem ich fast alle Bücher von Julia Cameron, besonders "Der Weg des Künstlers" mehrfach durchgearbeitet habe, brauche ich ab und zu eine Auffrischung. "Wishcraft"  eignet sich sehr gut dazu.
Neues Jahr, gute Vorsätze: ich empfehle dieses Buch allen, die das Gefühl haben, "Ich würde so gern, kann aber nicht, habe keine Zeit etc". Ein Buch zum Umsetzen von Träumen und Wünschen.

Montag, 14. Januar 2013

Annas Wintersalon


Eine Veranstaltung mit Lesung und Musik:


am Donnerstag, den 31. Januar  im Café Bey's, Hamburg-Ottensen,
Ottenser Landstr.64 , 20.00 Uhr
Eintritt frei

Es treten auf:
Die Autorin Marita Lamparter
Die Musiker der Gruppe "Kleinstadtrevier"
hier  und hier
und die Swing-Band
 "Henry and the Mencinis"



Gerda Lerner

 Liebe Besucher_innen, Herzlich Willkommen.

Gerade habe ich gelesen: Gerda Lerner, Feuerkraut.

   Gerda Lerner ist am 2. Januar 2013  92jährig gestorben. Das erfuhr ich über Facebook und der Edition fünf, einem Verlag, der vergessene Bücher von Frauen wieder neu auflegt, so wie es die Kore Edition  in den Achtziger und Neunziger Jahren getan hat. Leider weiß das heute noch kaum jemand, dass Traute Hensch diese Pionierarbeit geleistet hat. Da ich mich mit dem Thema Gender, dem sozialem Geschlecht, seit längerem beschäftige, bin ich gleich auf Gerda Lerner aufmerksam geworden und hab mir "Feuerkraut" auf meinen Kindle geladen. Seitdem bin ich total beeindruckt von der Geschichte dieser Frau, ihren Lebenseinstellungen und Erfahrungen, die sie besonders intensiv, finde ich, reflektiert hat. Ich habe mir gleich "Die Entstehung des Patriarchats" (nur noch gebraucht erhältlich) bestellt.
Besonders beindruckend finde ich aber auch die lebendige Schilderung ihres Lebens mit all ihren Zweifeln, ihrer Verzweiflung und starken Ängsten, aber auch Selbstbewusstsein und Mut, weiter zu leben, das Beste aus der Situation zu machen. Die zwiespältige Beziehung zu ihrer Mutter, der Malerin Ili Kronstein, die alle weiblichen Rollenverpflichtungen für sich abgelehnt und ihre künstlerisches Talent auch in schwierigsten Zeiten weiter entwickelt hat.
Faszinierende "Frauengeschichte", dazu ein großartiges Zeitgemälde aus weiblicher Sicht, sowohl in bezug auf die historischen, beängstigenden Ereignisse über viele Jahre hinweg als auch ein kulturelles Zeugnis der Zeit seit den zwanziger Jahren.  Hier kann man Gerda Lerner noch hören  und hier über sie lesen.


Bis bald!